ArtMag by Deutsche Bank Deutsche Bank Gruppe  |  Verantwortung  |  Kunstprogramm  |  Deutsche Bank KunstHalle  |  English  
Home Feature On View News Presse Archiv Service
Diese Kategorie enthält folgende Artikel
Glückliche Heimkehr - Deutsche Bank übergibt Kirchner-Gemälde an Museum Folkwang
Fokus Afrika - Deutsche Bank Stiftung unterstützt MMK Talks
Home and Away and Outside - Die Schirn feiert Tobias Rehberger
Luminale Frankfurt: TWINKLE TWINKLE vor den Deutsche Bank-Türmen
Von Zürich nach Mexico City - 17ZWEI-Teilnehmer zur Kunstmesse Zona Maco eingeladen
Hommage an Louise Bourgeois - Die Deutsche Bank auf der TEFAF
Ein Plattenbau für das Berliner Stadtschloss - Deutsche Bank stiftet Neo Rauch-Arbeit für Benefizauktion
"Objekte, über die wir nur staunen können" - Wiebke Siem erhält den Goslarer Kaiserring
Imran Qureshi in Dubai - Salsali Private Museum zeigt den "Künstler des Jahres" 2013
Kollektive Aktion - Preview Whitney Biennial 2014
Fenster zur Welt - Ein Nachruf auf Günther Förg
Okwui Enwezor zum Biennale-Leiter ernannt
Ort der Kunstproduktion und des Austauschs - Villa Romana zu Gast in der Bundeskunsthalle
Wölfe in Brisbane - Cai Guo-Qiangs "Head On" jetzt in der Gallery of Modern Art
Der Blick auf den Anderen - Lorna Simpson im Haus der Kunst

drucken

weiterempfehlen
Der Blick auf den Anderen
Lorna Simpson im Haus der Kunst



In Deutschland waren Lorna Simpsons Fotografien, Filme und Collagen bislang nur selten zu sehen. Doch jetzt kann man das Werk einer der profiliertesten afroamerikanischen Künstlerinnen im Münchner Haus der Kunst entdecken. Das Museum präsentiert die erste große europäische Retrospektive der 1960 in Brooklyn geborenen Simpson, die auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten ist. Seit dreißig Jahren verbindet sie in ihrer Arbeit formale Eleganz mit gesellschaftskritischen Inhalten. In ihren Werken thematisiert Simpson, wie latenter Sexismus und Rassismus den Blick auf den Anderen bestimmen, wie Menschenmiteinander kommunizieren und umgehen. Häufig kombiniert sie dabei Bilder mit Texten, die an kurze Prosagedichte oder fragmentarische Filmscripts erinnern.

Über Jahre hinweg hat Simpson immer wieder Menschen fotografiert, die ihrem Betrachter den Rücken zuwenden. Ein ebenso einfacher wie demonstrativer Akt: Die Gesichter der Figuren bleiben verborgen und sind plötzlich nicht mehr einzuschätzen. Simpson erklärt dazu, sie versuche, "sehr komplexe Charaktere zu schaffen, die außerhalb der Stereotypen von Zeit, Ort, Identität, Sexualität und Rasse existieren".

Neben Foto-Text-Arbeiten wie Waterbearer (1986), mit denen ihr Mitte der 1980er der Durchbruch gelang, sind im Haus der Kunst auch aktuelle Werke zu sehen – etwa die Fotoserie 1957-2009 (2009) und die Video-Installation Chess (2013). Beide basieren auf 1957 aufgenommenen Fotografien. Sie zeigen eine junge schwarze Frau in Los Angeles, die wie ein angehender Filmstar vor der Kamera posiert. Um diesen Akt der Selbstdarstellung noch genauer herauszuarbeiten, beschloss Simpson, die Bilder mit sich selbst in der „Hauptrolle“ nachzustellen. Es war das erste Mal, dass die Künstlerin für ihre Inszenierungen selbst vor die Kamera trat. Wie in vielen ihrer Arbeiten lässt sie auch in 1957-2009 die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.

Lorna Simpson
25.10.13 – 02.02.14
Haus der Kunst, München




Newsletter
Bleiben Sie immer Up to Date in Sachen Gegenwartskunst – mit ArtMag. Abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
 

Alternative content

Get Adobe Flash player

Feature
Das Museum als Marketing-Tempel - Mike Bouchet & Paul McCarthy im Frankfurter Portikus / Walk the Line - Eine Bilderreise durch die Deutsche Bank KunstHalle / MACHT KUNST - Die Preisträger - Gewaschene Geometrie: Rebecca Michaelis undogmatische Farbfeldmalerei / Gemeinsame Visionen - Die Johannesburger Kunstszene im Aufbruch / Dunkle Metamorphosen - Victor Man ist Künstler des Jahres 2014 / The Question: Wen oder was sollen wir 2014 im Auge behalten? / „Meine Kunst soll Grenzen ausloten“ - Ein Interview mit Clare Bottomley / Kein Entkommen - Idan Hayoshs suggestive Bedrohungsszenarien / Let´s talk: Ingrid Pfeiffer & Bernhard Martin über Philip Guston / MACHT KUNST - Die Preisträger - Sehnsucht: Die Fotoarbeiten von Nicolas Balcazar / MACHT KUNST - Die Preisträger: Sonja Rentschs Imaginationsraum für die Deutsche Bank KunstHalle
On View
Imagination, Denken, Utopie: The Circle Walked Casually in der Deutsche Bank KunstHalle / Es geht um die Freiheit - Philip Gustons Spätwerk in der Schirn
Presse
Intuition und Experimentierfreude - Die Presse über To Paint Is To Love Again in der Deutsche Bank KunstHalle / "Mitunter atemberaubend" - Die Presse über die Frieze London und die Frieze Masters
Impressum  |  Rechtliche Hinweise  |  Zugänglichkeit  |  Datenschutz  |  Cookie Notice
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main


+  ++  +++