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Keine Langweile
John Baldessari mit dem Kaiserring ausgezeichnet



“I will not make any more boring art”. Immer wieder bringt John Baldessari dieses Versprechen in einem 1971 entstandenen Video zu Papier. Dem Motto ist er treu geblieben. Bis heute arbeitet der US-Künstler an einem Werk, das sich immer wieder aufs Neue mit der Natur der Bilder auseinandersetzt. Als einer der einflussreichsten bildenden Künstler unserer Zeit ist der 81-jährige jetzt mit dem Kaiserring der Stadt Goslar ausgezeichnet worden.

1975 wurde der Siegelring mit dem Aquamarin, in den ein Bildnis Kaiser Heinrichs IV eingraviert ist, erstmals verliehen – an den britischen Bildhauer Henry Moore. Seitdem hat sich der Kaiserring zu einer der weltweit renommiertesten Auszeichnungen für Gegenwartskunst entwickelt. Auch zahlreiche Künstler, die in der Sammlung Deutsche Bank vertreten sind, wurden geehrt – etwa Joseph Beuys, Max Bill, Cindy Sherman, William Kentridge und Rosemarie Trockel, die den Kaiserring letztes Jahr erhielt.

In seinen Fotoarbeiten, Büchern, Performances und Videos setzt sich Baldessari mit den Klischees in der Alltagswelt und den Massenmedien auseinander. Er kombiniert Bild mit Text und schaffe so neue Sinnzusammenhänge. Dabei arbeitet er häufig mit vorgefundenem Material wie Standfotos aus alten Filmen oder Magazinbildern, die er dann mit farbigen Übermalungen verfremdet. Zu diesem Werkkomplex gehören auch seine 2004 realisierten Auftragsarbeiten für das Deutsche Guggenheim. Der Titel des dreizehnteiligen Bilderzyklus‘, Somewhere Between Almost Right and Not Quite (with Orange) könnte fast als Motto seines Lebenswerks gelten: Seit Anbeginn seiner Karriere befindet sich Baldessari immer "irgendwo dazwischen": zwischen Pop-Art und Konzeptkunst, zwischen Malerei, Fotografie, Grafik und Film. Dass in seinem Kunstkosmos auch Humor eine wichtige Rolle spielt, beweist bereits ein Video aus dem Jahre 1972. Darin singt Baldessari zu populären Melodien Sol Lewitts Thesen zur Konzeptkunst. Ein ganz aktuelles Beispiel ist der Kurzfilm A Brief History of John Baldessari. In knapp 6 Minuten bringt er das Werk des Künstlers ebenso lässig wie lakonisch auf den Punkt. Und Baldessari beweist hier ganz nebenbei, dass man auch mit 81 Jahren noch ganz schön jung sein kann.




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