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10 Jahre!
ArtMag feiert Jubiläum


Was soll das? Immer wieder gibt es Fragen zur Gegenwartskunst – auch zu den Werken in der Sammlung Deutsche Bank. Eben deshalb wurde ArtMag, das Online-Kunstmagazin der Deutschen Bank, ins Leben gerufen: Um Tendenzen und internationale Positionen in der aktuellen Kunst vorzustellen, Hintergründe aufzuzeigen, Neugierde zu wecken. Jetzt feiert ArtMag sein 10-jähriges Jubiläum.


Eine „translinguistische“ Skulptur, wie erklärt man das? Wie erläutert man ein Kunstwerk, das in der New York Times erscheint, die ganze Stadt mit einbezieht und nur einen Tag präsent ist? Als Karin Sanders Wordsearch am 4. Oktober 2002 in New York an den Start ging, war es keine leichte Zeit für solch ein groß angelegtes und zugleich sehr konzeptionelles Projekt, das Fragen nach der Verständigung zwischen unterschiedlichen Kulturen, Ethnien, Religionen stellt, nach Heimat, Immigration. New York war kaum ein Jahr nach dem Attentat vom 11. September eine verwundete, verunsicherte Stadt. Die Idee zu Wordsearch war lange zuvor entstanden, im Rahmen der Reihe Moment, mit der die Deutsche Bank temporäre Kunst im öffentlichen Raum lancierte. Doch gerade jetzt schien Sanders Arbeit besonders relevant – weil es in ihr im wahrsten Sinne des Wortes um Verständigung ging. Sander tauschte vier Doppelseiten des Wirtschaftsteils der New York Times aus: Wo sonst täglich Börsennotierungen und Aktienkurse einen Teppich aus Zahlen bilden, fanden sich für einen Tag Kolumnen mit Wörtern aus 250 in New York gesprochenen Sprachen – ein  Geflecht aus unterschiedlichsten Kulturen, die die Identität der Metropole prägen.
 
Sanders Kunstwerk war komplex und zugleich minimalistisch. Wie viele Arbeiten der zeitgenössischen Kunst erschloss es sich in all seinen Bedeutungsebenen nicht unmittelbar. Der Betrachter brauchte Informationen, um all seine Ebenen zu erfassen: die Entstehungsgeschichte, die Sprachen, die Menschen, den konzeptuellen Hintergrund. Im Kunstprogramm der Deutschen Bank spielte die Vermittlung immer schon eine zentrale Rolle. Und ebenso, wie man mit Moment innovative Wege ging, sollte das auch bei der Vermittlung geschehen. So bildete Wordsearch 2002 einen weiteren Anlass, ein neues Medium ins Leben zu rufen: das erste und bislang einzige Online-Kunstmagazin eines Unternehmens. Dabei sollte ArtMag nicht nur über das Kunstengagement der Deutschen Bank oder die Unternehmenssammlung berichten. Vielmehr sollte das Magazin die Aktivitäten der Bank zum Anlass nehmen, Tendenzen und internationale Positionen in der aktuellen Kunst journalistisch vorzustellen – gleichermaßen im Unternehmen, in der breiten Öffentlichkeit und in der Kunstszene selbst.

Eben dieser Anspruch macht ArtMag so interessant: Ein Magazin, das den Ansprüchen der Kunstszene gerecht wird und zugleich Inhalte verständlich und farbig vermittelt, auch für Leser, die keine Experten sind. Seit ArtMag am 29. September 2002 erstmals online ging, halten in bislang 72 Ausgaben hunderte von Interviews, Artikel und Essays ein faszinierendes Stück Sammlungs- und Kunstgeschichte fest. Rund 25.000 Leser haben den ArtMag-Newsletter abonniert und und auch die ArtMag Community auf Facebook wächst beständig. Seit Anfang an schreiben renommierte Kunstkritiker für ArtMag: etwa der 2007 verstorbene Harald Fricke, der als Autor und Kunstredakteur der taz zu einem der wichtigsten Kritiker Deutschlands wurde. Harald arbeitete ein Jahr in der Redaktion, in der er das Magazin entscheidend mitprägte. Ossian Ward, der Kunstredakteur von Time Out London, gehört ebenso zum Stamm der ArtMag-Autoren, wie auch Silke Hohmann (Monopol) und Brigitte Werneburg (taz/Interview Magazine Germany).

Unsere Korrespondentin in New York, die Autorin und Kuratorin Cheryl Kaplan. begleitet ArtMag seit den Anfangsjahren. Ihr gelang es auch 2004 Louise Bourgeois für ein Interview zu gewinnen, eines der letzten, das die große alte Dame der Kunst des 20. Jahrhunderts gegeben hat. Im Laufe der Jahre kamen immer wieder prominente Künstler und Kuratoren zu Wort: Benjamin Buchloh, Germano Celant, Marlene Dumas, Maria Lassnig, William Kentridge, Anish Kapoor, Jeff Koons, Elisabeth Peyton, Jeff Wall, um nur einige zu nennen. Eine der schönsten Begegnungen war das Gespräch, das der Maler Norbert Bisky für ArtMag mit einem seiner Heroen führte: gemeinsam mit ihm besuchten wir den damals 80-jährigen K.R.H. Sonderborg, der als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel heute auch bei jüngeren Künstlergenerationen Kultstatus genießt. Hinzu kamen immer wieder Gespräche mit Protagonisten der internationalen jungen Szene: Von Markus Amm oder Sharon Hayes über Yang Fudong und Adrian Paci bis zu Ralf Ziervogel.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich die Sammlung Deutsche Bank noch weiter verjüngt und internationalisiert. ArtMag hat diese Entwicklung begleitet. Berichteten wir Anfangs vor allem über Künstler aus den traditionellen Kunstzentren wie Berlin, London oder New York sind es heute häufig Positionen aus Regionen, die damals eher noch als weiße Flecken auf der Landkarte der Kunst galten: der Nahe Osten, Indonesien, Serbien oder Westafrika. Auf gewisse Weise ist ArtMag dadurch auch vitaler geworden – nicht nur für die Leser, sondern auch für die Autoren. Die Art und Weise wie in der aktuellen Kunst globale Themen mit den lokalen Traditionen verknüpft werden, eröffnet völlig neue Perspektiven. Und so gibt es in Zukunft von allem mehr: mehr Bedeutungsebenen, mehr Geschichten, mehr Fragen. Und hoffentlich auch mehr Antworten – in ArtMag.




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