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Palimpsest
Deutsche Bank Stiftung fördert Francesco Clemente Schau in der Schirn


Als einer der eigenwilligsten Vertreter einer erneuerten figurativen Malerei erlebt Francesco Clemente in den 1980er Jahren seinen internationalen Durchbruch. In der ersten großen Einzelausstellung in Deutschland seit mehr als 25 Jahren zeigt die Schirn Kunsthalle jetzt eine Auswahl seiner Arbeiten. Die Werkschau wird von der Deutsche Bank Stiftung gefördert.


"Der eigentliche Impuls in meinem Leben als Künstler war es zu schreiben und vom Schreiben zum Bild durchzubrechen", sagt Francesco Clemente über sein Schaffen. Nun beleuchtet die von der Deutsche Bank Stiftung geförderte Ausstellung Francesco Clemente. Palimpsest in der Frankfurter Schirn mit rund 40, zumeist großformatigen Arbeiten, das Werk des Künstlers. Zwischen 1978 und 2011 entstanden, dokumentieren die Exponate die Entwicklung eines außergewöhnlichen Oeuvres, das um die großen Fragen der menschlichen Existenz kreist. Das Motiv des Palimpsests, der antiken Manuskriptrolle - die beschrieben wird, um dann durch Schaben oder Waschen gereinigt und erneut beschrieben zu werden - erscheint sinnbildlich für die künstlerische Entwicklung von Clemente. 1952 als Sohn einer adeligen Familie in Neapel geboren, bereiste er seit Beginn seiner Laufbahn kontinuierlich die Welt und lebt heute zwischen Italien, New York und Indien.

In Clementes Arbeit vereinen sich Einflüsse aus den unterschiedlichsten Kulturen, Mythen, Philosophien, Religionen und eine große Bandbreite von Medien: Pastell-, Fresken- und Ölmalerei, Gouache, Aquarell. Viele seiner Werke gleichen traumähnlichen Visionen, aufgeladen mit Erotik und Spiritualität. Gemeinsam mit Enzo Cucchi und Mimmo Paladino gehörte Clemente, der auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten ist, Ende der 1970er Jahre zur italienischen Transavanguardia, einer der bedeutendsten Gruppen der Postmoderne. Ihre Mitglieder stellten die Formensprache und Inhalte der Neoavantgarde infrage und wandten sich traditionellen Kunstformen zu wie der Malerei und Zeichnung sowie der expressiven Figuration und Farbigkeit. Francesco Clemente. Palimpsest zeigt, wie wenig sich Clemente auf diese Schaffensphase festlegen lässt und wie vielschichtig sein Werk bis heute ist. Zentral sind dabei die Bezüge zur Sprache geblieben: Bereits als 12-jähriger veröffentlichte Clemente eine Gedichtsammlung, studierte dann Griechisch und Latein. Als er sich Mitte der 1970er der Kunst zuwendete, las er über Monate hinweg in der Bibliothek der Theosophischen Gesellschaft in Madras religiöse und spirituelle Texte und lernte Sanskrit.

1980 ging Clemente nach New York. Bald nach seiner Ankunft begann er mit Autoren wie Allen Ginsberg und Robert Creeley zusammenzuarbeiten. In der Zeit, als Kritiker den Tod der Malerei verkündeten, begann der Künstler, sich umso intensiver mit den Möglichkeiten dieses Mediums auseinanderzusetzen. Das Ergebnis waren zahlreiche Gemeinschaftsarbeiten mit Ginsberg und Creeley, aber auch mit Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol. Seine eigenwilligen figurativen Bilder ließen ihn zu einem der Stars der internationalen Kunstszene aufsteigen.

Die visuelle Sprache Clementes erschließt sich in der Frankfurter Schau in einer assoziativen Reise, die mit den gigantischen Aquarellen der Serie A History of the Heart in Three Rainbows (2009) beginnt. An ihrem Ende stehen als chronologischer Abriss 20 Schlüsselwerke - von frühen Arbeiten, über Kollaborationen mitBasquiat und Warhol, bis zu aktuellen Werken. Francesco Clemente. Palimpsest verfolgt dabei die kreativen Prozesse eines eigenwilligen, genialen Künstlernomaden, für den, wie er selbst sagt, "Kunst die letzte lebendige mündliche Überlieferung der westlichen Welt ist".

Francesco Clemente. Palimpsest
8. Juni – 4. September 2011
Schirn Kunsthalle, Frankfurt




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