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Karl Duschek im Mies van der Rohe Haus
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Gesetz der Serie
Karl Duschek im Berliner Mies van der Rohe Haus


Karl Duschek war der kongeniale Mitarbeiter von Anton Stankowski – dem Schöpfer des Deutsche Bank Logos. Jetzt stellt das Berliner Mies van der Rohe Haus Duscheks freie und angewandten Arbeiten vor. Gefördert wird die Ausstellung von der Deutschen Bank.


"Weniger ist mehr" – Mies van der Rohes gern zitiertes Diktum liefert das passende Motto für Karl Duscheks Ausstellung gelb rot blau. Denn der Stuttgarter Künstler und Grafikdesigner beschränkt sich in den seriellen Arbeiten, die er im Berliner Mies van der Rohe Haus zeigt, allein auf eben diese Grundfarben sowie einfache geometrische Formen. Duscheks einfarbige Quadrate und Kreise knüpfen dabei an die Ästhetik der frühen Moderne an – an Bauhaus, Konstruktivismus, de Stijl. Grundthema seiner Werke ist die Darstellung komplexer Ordnungen in einer reduzierten Formensprache.

Der Untertitel der Schau – frei und angewandt – signalisiert, dass für Duschek die Grenzen zwischen Kunst und Gestaltung fließend sind. So schloss sich an seine Ausbildung zum Lithografen von 1967 bis 1972 ein Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig an. In diesen Jahren beschäftigte er sich intensiv mit Johannes Ittens Farbenlehre, die der Schweizer Künstler und Theoretiker während seiner Zeit als Lehrer am Bauhaus entwickelt hatte. Bereits zu Duscheks Studienzeiten entstanden erste serielle Arbeiten. 1972 begann die Zusammenarbeit mit Anton Stankowski im dessen Grafischem Atelier in Stuttgart, wo in den siebziger Jahren auch das Logo der Deutschen Bank entstand. In der Ausstellung ist eine Grafik zu sehen, auf der Duschek die Farben des 1973 von Stankowski entworfene Logos variiert: In vier Reihen sind je fünf Variationen des berühmten Quadrats mit dem dynamisch aufwärts strebenden Balken nebeneinander gestellt. "Ästhetik ist Ordnung" – Stankowskis Leitsatz ist auch eine Maxime für Duschek.

Das Mies van der Rohe Haus ziegt neben älteren Arbeiten auch eigens für die Ausstellung konzipierte Installationen, die sich direkt mit der Architektur dieses Bauhaus-Gebäudes auseinandersetzen und dessen Räume mit Farbmodulen akzentuieren. Dabei erweitert Duschek seine Farbfelder in die dritte Dimension: zu kleinen Quadern, Würfeln und Dreiecken. Eine der neuen Arbeiten bezieht sich ganz direkt auf ein ikonisches Werk Mies van der Rohes: Duschek hat die Holzquader einer Wandinstallation mit kolorierten Fotografien der Materialien des Barcelona Pavillons umhüllt. Karl Duschek – gelb rot blau stellt nicht nur einen Klassiker der Konkreten Kunst vor. Zum neunzigjährigen Jubiläum der Bauhaus-Gründung demonstriert die Schau gleichermaßen, wie sehr der Einfluss dieser Kunstschule auch die Gegenwartskunst prägt.

Karl Duschek
gelb rot blau - frei und angewandt

Mies van der Rohe Haus, Berlin
3.10. – 6.12.2009




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