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Deutsche Bank fördert zum sechsten Mal die Frieze Art Fair in London


Am 14. Oktober war es wieder soweit: Die Londoner Frieze Art Fair öffnete ihre Pforten. Zum sechsten Mal unterstützt die Deutsche Bank als Hauptsponsor die junge Kunstmesse, die sich schnell zu einem der weltweit spannendsten Kunstevents entwickelt hat. Über 160 ausgewählte Galerien aus der ganzen Welt präsentieren diesmal rund 1000 künstlerische Positionen. Auch in diesem Jahr werden erneut über 60.000 Besucher erwartet - Kuratoren, Künstler, Sammler, Kritiker und Galeristen wie auch eine breite Öffentlichkeit, die sich immer stärker für die Gegenwartskunst interessiert. Bekundetes Ziel sowohl der Organisatoren als auch der Deutschen Bank ist es, Gegenwartskunst zugänglich zu machen. Dass dies mit durchschlagendem Erfolg gelingt, bewiesen bereits die Besucherströme am Eröffnungstag. Während vormittags das Fachpublikum und Prominente wie Valentino, Lily Allen oder der russische Multimillionär Roman Abramovich noch in ruhiger Atmosphäre über die Messe schlendern konnten, glich die Frieze gegen Abend wieder einmal einem Fest, mit dem die Londoner den Beginn der "Frieze Week" mit ihren unzähligen Ausstellungen und Kunstevents feierten. Auch in der VIP-Lounge der Deutschen Bank war die Stimmung ausgesprochen kommunikativ. In einer Ausstellung von Thomas Struth, für die der Düsseldorfer Fotokünstler zu Werken aus der Sammlung Deutsche Bank auch Arbeiten aus seiner aktuellen Serie Paradise beisteuerte, trafen sich Protagonisten der Wirtschafts- und Finanzwelt mit Sammlern, Galeristen und Künstlern, wie etwa Tracey Emin.

Gerade diese Verbindung zwischen Kapital und Kreativität, die London auszeichnet, macht die Frieze zum Stimmungsbarometer für die Kunstszene. Fand die Messe 2008 noch unter dem unmittelbaren Eindruck der beginnenden weltweiten Finanzkrise statt, fragten sich viele, wie die Sammler in diesem Jahr reagieren würden. Das Ergebnis am ersten und wichtigsten Tag war recht eindeutig: Nach dem Schock ist eine leichte Erholung des Marktes in Sicht. Allerdings wird die Kurskorrektur, die inzwischen eingesetzt hat, andauern. Trotz der ausgelassenen Stimmung am Abend war nicht zu übersehen, dass die Zeit der Exzesse, Rekorde und sofortigen Ausverkäufe vorbei ist. Während einige Galerien wie etwa Thaddaeus Ropac veritable Verkäufe, etwa ein großes Gemälde von Georg Baselitz für 400.000 Euro, vermelden konnten, wurden viele Geschäfte eher im Mittelfeld oder den unteren Preissegmenten getätigt.

Zugleich sind in diesem Jahr weniger starke Auftritte und Positionsbestimmungen einzelner Galerien, sondern eher starke Einzelwerke zu bewundern. Dieses Phänomen kann man auch auf anderen Messen beobachten. Vielleicht trägt der Marktdruck dazu bei, dass die Galerien keine Risiken oder Experimente eingehen, sondern stattdessen eine "Best Of"-Auswahl ihrer Künstler zeigen. Auch um dieser Entwicklung vorzubeugen, kam in diesem Jahr die Sektion Frame hinzu, in der internationale Newcomer-Galerien kuratierte Einzelpositionen präsentieren. Der Trend, das zeigten fast alle Stände, geht hierbei zu reduzierten Assemblagen, minimalen und konzeptuellen Installationen. Der Buntheit in den Haupthallen stand das betonte Understatement der jungen Galerienstände gegenüber.

Auch wenn es in den Haupthallen an Programmatik fehlte, gab es hier doch eine Menge Highlights zu entdecken. Etwa Luc Tuymans' gigantisches Gemälde Wonderland (1.000.000 Pfund) bei der New Yorker Galerie David Zwirner oder der sieben Meter breite, opulent bestickte Wandteppich, mit dem der Turner-Preisträger Grayson Perry bei der Londoner Galerie Victoria Miro traditionelle Volkskunst mit Konsumkritik verknüpft. Ein Exemplar dieser Editionsarbeit wurde bereits im Vorfeld der Messe von Stararchitekt Sir Norman Foster für 48.000 Pfund erworben. Zu den wenigen Galerien, die bereits wenige Stunden nach Eröffnung ausverkauft waren, gehörte Zero aus Mailand. Um diesen Effekt zu erzielen, zeigte sie allerdings auch nur ein einziges Gemälde - Victor Mans 2009 entstandenes Kleinformat Aspen.

Dass es bei der Frieze nicht nur um Verkäufe, sondern auch um Inhalte geht, belegt die Reihe Frieze Projects. Auch 2009 wurden wieder Auftragswerke von jungen, internationalen Künstlern realisiert, diesmal von Kim Coleman & Jenny Hogarth, Ruth Ewan, Ryan Gander, Per-Oskar Leu, Monika Sosnowska, Stephanie Syjuco und Mike Bouchet, der mit seinen Arbeiten auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten ist. Der Skulpturenpark der Messe ist ebenfalls hochkarätig besetzt. Hier ist neben Louise Bourgeois und der mexikanischen Künstlerin Teresa Margolles auch der US-Star Paul McCarthy vertreten - und das weit über die Laufzeit der Frieze hinaus. Seine Hommage an Henry Moore, die 2004 entstandene Bronze Henry Moore Bound to Fail, ist noch für ein halbes Jahr im Regent's Park zu bewundern. Sowohl die Frieze Projects als auch der Skulpturenpark stehen im Zentrum von Frieze Education, dem Programm für Kinder, Jugendliche und Familien, das im Deutsche Bank Education Space stattfindet. Das Angebot von Workshops, Rundgängen und Vorträgen wurde in Partnerschaft mit dem Royal College of Art entwickelt und bietet Besuchern und Londoner Schulklassen die Möglichkeit, Gegenwartskunst gemeinsam mit Künstlern und Experten ganz ohne Berührungsängste zu entdecken.

Die Verbindung von Kunst, Bildung und sozialen Themen ist zentral für das Engagement der Deutschen Bank auf der Frieze. Dazu Pierre de Weck, Mitglied des Group Executive Committee und Global Head of Private Wealth Management Deutsche Bank: "Wir freuen uns, unser Engagement für die Gegenwartskunst durch das kontinuierliche Sponsoring der Frieze Art Fair zeigen zu können. Vor sieben Jahren erkannten die Organisatoren der Frieze die Notwendigkeit eine Messe ins Leben zu rufen, die den neuen, internationalen Geist in der Gegenwartskunst stärkt. Die Frieze hat eine entscheidende Rolle dabei gespielt, jungen Künstlern aus der ganzen Welt zu einem internationalen Ruf zu verhelfen. Die Frieze bietet nicht nur einen der spannendsten Marktplätze, sondern glaubt auch an Kunst und Bildung - ein Anliegen, für das wir uns auf der Messe mit dem Education Space sehr engagieren."




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