Roman Ondák, do not walk outside this area. Photo: © Roman Ondák
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Roman Ondák, do not walk outside this area, 2012. Installation view, Deutsche Guggenheim, Berlin. Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist
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Roman Ondák, do not walk outside this area, 2012. Installation view, Deutsche Guggenheim, Berlin. Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist
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Roman Ondák, Leap, 2012. Installation view, Deutsche Guggenheim, Berlin. Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist
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Roman Ondák, Leap, 2012. Installation view, Deutsche Guggenheim, Berlin. Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist
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Roman Ondák, Loop, 2009. Collage © Courtesy Roman Ondák; gb agency, paris; Galerie Martin Janda, Wien; Johnen Galerie, Berlin; kurimanzutto, Mexico City
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Portrait of the artist. Photo: Fabrizio Giraldi © Roman Ondák
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Roman Ondák, Glimpse, 2010.Drawing from a series of 12. Pencil on found old print. Collection Morra Greco, Naples.© Roman Ondák
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Roman Ondák, Spirit and Opportunity, 2004. Surface of Mars reconstructed in a gallery based on images published in newspapers and magazines. Installation Kölnischer Kunstverein. Courtesy the artist, gb agency, Paris, Janda gallery, Vienna and Johnen gallery, Berlin. Photo: © Roman Ondák
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Balancing at the Toe of the Boot, 2010 (detail). Series of 7 postcards and 16 fictional newspaper cuttings. Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin, 2011. © Courtesy Roman Ondák; gb agency, paris; Galerie Martin Janda, Wien; Johnen Galerie, Berlin; kurimanzutto, Mexico City
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Balancing at the Toe of the Boot, 2010 (detail). Series of 7 postcards and 16 fictional newspaper cuttings. Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin, 2011. © Courtesy Roman Ondák; gb agency, paris; Galerie Martin Janda, Wien; Johnen Galerie, Berlin; kurimanzutto, Mexico City
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Awaiting Enacted, 2003 Serie von 16 Zeitungscollagen Jeweils zwischen 18.8x27.8 cm und 31.2x47.6 cm © Courtesy Roman Ondák; gb agency, paris; Galerie Martin Janda, Wien; Johnen Galerie, Berlin; kurimanzutto, Mexico City
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Roman Ondák, Loop, 2009. Preliminary drawing for installation. Courtesy the artist. © Roman Ondák
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Roman Ondák, Measuring the Universe, 2007.For the whole duration of the exhibition museum attendants offer to the exhibition visitors marking their height on the gallery walls along with their first name and the date on which the measurement was taken. Performance at MoMA, New York. Photo: Profzucker.© Roman Ondák
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Eine
typische Situation während einer Flugreise: Im Zustand zwischen
Langeweile und völliger Entspannung schaut man aus dem Fenster und der
Blick fällt auf diese Aufschrift: DO NOT WALK OUTSIDE THIS AREA ist auf
der Tragfläche zu lesen. An wen richtet sich diese Warnung? Während
eines Flugs erscheint dieser Satz jedenfalls regelrecht absurd. Eben
diese Anweisung liefert den Titel zu Roman
Ondáks aktuellem Projekt, das er eigens für das Deutsche
Guggenheim
konzipiert hat. Und tatsächlich spielt hier ein Flugzeugflügel eine
zentrale Rolle: Der Weg durch die Installation führt über den
gigantischen Flügel einer Boeing 737-500,
der zwei Ausstellungsräume wie eine Brücke miteinander verbindet.
Hier sind Papierarbeiten und Installationen zu sehen, die auf das Thema
„Reisen“ anspielen. Etwa Balancing at the Toe of the Boot
– eine Serie von sieben Postkarten und sechzehn fiktiven
Zeitungsartikeln, die 2010 für die Ausstellung Un’Espressione
Geografica in der renommierten Fondazione Sandretto Re
Rebaudengo in Turin entstand. Die von Francesco
Bonami
kuratierte Schau zum 150. Jubiläum der Staatsgründung von Italien
befassten sich 20 internationale Künstler mit einer Region des Landes –
im Falle von Ondák war es Kalabrien. Gemeinsam mit seiner Frau Mária
reiste er durch den Süden Italiens und schickte Bonami Postkarten, auf
denen der Satz „WE ARE STILL ALIVE“ zu lesen ist. Dies ist als Hommage
an den Konzeptkünstler On
Kawara
zu verstehen, der in den 1970ern eine legendäre Serie von Telegrammen
mit dem Wortlaut „I AM STILL ALIVE. ON KAWARA“ an seine Freunde
verschickt hat. Zugleich erscheint diese lakonische Zeile des Ehepaars
Ondák als ironische Anspielung auf das weit verbreitete Klischeebild
von Kalabrien als Brutstätte der organisierten Kriminalität.
Um
sich zwischen den beiden Teilen der Ausstellung hin und her zu bewegen,
muss der Besucher über die Tragfläche der Boeing laufen und dabei die
Linie mit der Aufschrift DO NOT WALK OUTSIDE THIS AREA überschreiten.
Die Ausstellungsbesucher sind also unweigerlich gezwungen, eben über
jene unerreichbare Fläche zu gehen, die man normalerweise nur vom
Inneren des Flugzeugs aus sehen kann. So ist Ondáks Tragfläche auch
keine weihevolle Skulptur, sondern ein Gebrauchsgegenstand, den man
betreten soll. Der Flugzeugflügel dient als Steg,
aber auch als
Start- und Landebahn für unsere Vorstellungen, Erinnerungen, Fantasien.
Im Zeitalter globaler Mobilität lädt der Künstler dazu ein, auf eine
innere, imaginäre Reise zu gehen.
do not walk outside this area
ist die dritte Ausstellung eines „Künstlers des Jahres“ im Deutsche
Guggenheim. 2010 begann die Reihe mit der in New York lebenden
Kenianerin Wangechi
Mutu. Ihr Ausstellungsprojekt My
Dirty Little Heaven war nach seiner Premiere in
Berlin in weiteren internationalen Ausstellungshäusern zu sehen, ebenso
wie Riffs,
die Schau von Yto
Barrada, der „Künstlerin des Jahres“ 2011. Nach Stationen Im
Brüsseler WIELS und
der Renaissance
Society in Chicago wird Riffs in
weiteren renommierten Ausstellungshäusern zu sehen sein, der IKON Gallery
in Birmingham, dem MACRO
in Rom und dem Fotomuseum
Winterthur.
Die Auszeichnung der Deutschen
Bank ist wie die Unternehmenssammlung
ganz der Gegenwart verpflichtet. Auf Empfehlung des Deutsche Bank
Global Art Advisory Council, dem die renommierten Kuratoren Okwui
Enwezor, Hou
Hanru, Udo
Kittelmann und Nancy
Spector
angehören, werden vielversprechende internationale Künstler geehrt. Die
Preisträger haben bereits ein eigenständiges, herausragendes Oeuvre
realisiert, in dem Arbeiten auf Papier oder Fotografie – die beiden
Schwerpunkte der Sammlung Deutsche Bank – eine zentrale Rolle spielen.
Im
Unterschied zu anderen Auszeichnungen ist „Künstler des Jahres“ nicht
mit einem Geldpreis dotiert, sondern steht für die Philosophie der
Deutschen Bank, über eine finanzielle Förderung hinaus weltweit Zugang
zu aktueller Gegenwartskunst zu ermöglichen – sei dies durch ihre
Unternehmenssammlung, durch Ausstellungen oder Kooperationen. Höhepunkt
ist die Einzelausstellung des „Künstlers des Jahres“ im Deutsche
Guggenheim in Berlin, die anschließend an weiteren internationalen
Standorten präsentiert wird. Zur Ausstellung erscheinen ein
ausführlicher Katalog und eine exklusive Edition des Künstlers. Zudem
wird eine Auswahl von Arbeiten auf Papier für die Sammlung Deutsche
Bank erworben.
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