Hannah Collins, Anemones, from „The Fragile Feast“. Courtesy Hannah Collins
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Hannah Collins, Lemons, from „The Fragile Feast“. Courtesy Hannah Collins
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Hannah Collins, from „The Fragile Feast“. Courtesy Hannah Collins
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Hannah Collins, Seaweed, from „The Fragile Feast“. Courtesy Hannah Collins
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Hannah Collins, Bees, from „The Fragile Feast“. Courtesy Hannah Collins
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Hannah Collins, Earth Lentils, from „The Fragile Feast“. Courtesy Hannah Collins
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Jahrelang lag das Zentrum der innovativen Kochkunst nicht in Paris oder New York, sondern nördlich von Barcelona – in Roses, einem kleinen Ort an der katalanischen Küste. Hier war das legendäre Restaurant elBulli beheimatet. Hier arbeitete Ferran Adrià, der von Le Monde wie der New York Times zum besten Koch der Welt gekürt wurde und den Roger M. Buergel als ersten Küchenchef der Welt einlud, als Künstler an der documenta teilzunehmen. Zwar ist das Restaurant seit letztem Sommer geschlossen, doch Hannah Collins Fotoprojekt The Fragile Feast hält fest, das für den Erfolg von Adriàs revolutionärer Molekularküche von zentraler Bedeutung ist – die oft außergewöhnlichen Produkte, die der Koch in aufwändigen, fast alchemistisch anmutenden Prozeduren verarbeitet. Das Resultat ihrer künstlerischen Recherchen präsentiert Collins jetzt in der 60 Wall Gallery der Deutschen Bank New York.
Seeanemonen, Rosenblätter oder Kudzu – auch solchen Ingredenzien verdanken Adriàs Rezepte ihren besonderen Reiz. Collins, die den Koch seit Jahren kennt, ist an die Orte gereist, von denen 30 ausgewählte Zutaten seiner Rezepte stammen. Dorthin, wo sie angebaut, gesammelt oder gejagd werden. So zeigt The Fragile Feast, wie Rosen in Equador kultiviert und geerntet werden, um im elBulli Bestandteil einer extravaganten Komposition aus Austern, Kaninchen und Seeanemonen zu werden. Über ein Jahr hat Collins in Europa, Lateinamerika und Japan fotografiert. Dabei ging es ihr um mehr als eine reine Dokumentation. Ihre Bilder zugleich sind poetische Landschaftsstudien und Stillleben, die die taktile, sinnliche Qualität der Zutaten veranschaulicht. The Fragile Feast ist aber auch eine Hommage an die Menschen, die sie kultivieren und weiterverarbeiten. Häufig benuten sie dabei Methoden, die auf alten Traditionen beruhen. Collins Bilder feiern nicht nur eine anspruchsvolle Esskultur, sondern den bewussten Umgang mit den Kreisläufen der Natur und ihren Produkten. Begleitet werden die Fotografien von Texten, die diese Arbeitsprozesse erläutern, und von Landkarten der Regionen, aus denen die Ingredenzien stammen. Sie zeigen ein nahezu weltumspannendes Netz von "kulinarischen Beziehungen", das Adrià aufgebaut hat, um seine ambitionierten Rezepte realisieren zu können.
The Fragile Feast – Photographs by Hannah Collins
14. Februar – 31. Mai 2012
Deutsche Bank 60 Wall Gallery
New York
Buch:
Hannah Collins, The Fragile Feast, Hatje Cantz
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