Mario Rangel Faz, Untitled, ca. 2000. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Mario Rangel Faz
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Mario Rangel Faz, Untitled, ca. 2005. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Mario Rangel Faz
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Mario Rangel Faz, Untitled. ca. 2005. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Mario Rangel Faz
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Blinky Palermo, Flipper, 1970. Deutsche Bank Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
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Imi Knoebel, Ohne Titel, 1996. Deutsche Bank Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
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Jörg Immendorff, EINSAM+DOOF. Der Unbesiegbare Jörch, dein Notenschllüssel, 1995. Deutsche Bank Collection © Jörg Immendorff Estate
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Norbert Tadeusz, Untitled, 1964. Deutsche Bank Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
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Joseph Beuys, Für Blinky, n.d.. Deutsche Bank Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
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Katharina Sieverding, Kamera im Kopf, 1982. Deutsche Bank Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
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Mario Rangel Faz, Doradilla. ca. 1987. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Mario Rangel Faz
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Grupo Suma, Untitled, undated. © Vicente Rojo Cama / Grupo Suma
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Grupo Suma, Untitled, undated. © Vicente Rojo Cama / Grupo Suma
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Atte. La Dirección, Gracias a las lindas suyas, 1984, Performance, installation, original music. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Atte. La Dirección
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Atte. La Dirección, Siseponinazco (Agua, tierra, aire, hombre, fuego), 1984, Performance, installation, original music. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Atte. La Dirección
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Atte. La Dirección, Voyovasvengovienes, 1988. © Vicente Rojo Cama / Carlos Somonte / Atte. La Dirección
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Über 75.000 Besucher strömten in knapp sechs Wochen ins Centro Cultural Recoleta, Buenos Aires, um Beuys and Beyond - Teaching as Art zu sehen. Die Ausstellung, die Werke von Joseph Beuys und seinen Schülern im Dialog mit argentinischer Gegenwartskunst zeigte, entwickelte sich zu einem veritablen Blockbuster. Und auch wichtige lokale Zeitschriften wie Clarín, La Nación und Perfil widmeten der Schau ausführliche Artikel. Kein Wunder, veranschaulicht Beuys and Beyond doch nicht nur eines der spannendsten Kapitel bundesdeutscher Kunst. Die Schau beschreitet zugleich neue Wege: Den Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank werden im jeweiligen Gastmuseum Werke einheimischer Künstler gegenübergestellt. Für die aktuelle Station der Ausstellung, das Museo Universitario Arte Contemporáneo (MUAC) in Mexico City, wurde Mario Rangel Faz (1956 - 2009) ausgewählt. Er zählte zu den prägenden mexikanischen Künstlern seiner Generation. Rangel Faz war nicht nur ein außergewöhnlicher Zeichner, Grafiker und Lehrer, er gehörte auch zu zwei bedeutenden Künstlerkollektiven.
Wie wegweisend Joseph Beuys für die deutsche Kunst nach 1945 war, verdeutlicht etwa das Werk von Jörg Immendorff. Bereits zu seiner Zeit an der Düsseldorfer Akademie hat er seinen Professor häufig porträtiert und sich so mit dem Einfluss seines charismatischen Lehrers auseinandergesetzt. Neben Immendorffs oft dezidiert politischen Arbeiten stehen auch Norbert Tadeusz' Werke für die figurativen Tendenzen im Werk der Beuys-Schüler. So ist im MUAC eine Serie von Bleistiftskizzen zu sehen, auf der Tadeusz eine der Aktionen seines Professors festhält. Von Imi Knoebels und Blinky Palermos reduzierten Abstraktionen bis zu den konzeptuellen Fotoarbeiten von Katharina Sieverding und Lothar Baumgarten - die Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank zeigen die ganze künstlerische Bandbreite der Beuys-Schüler.
Für die Kunstszenen in Deutschland und Mexiko war die Aufbruchsstimmung, die sich in den Studentenunruhen der späten sechziger Jahre manifestierte, von großer Bedeutung. Es ging um die Loslösung vom traditionellen Verständnis eines Kunstwerks als materiellem Objekt, die Einbeziehung von Performance und Aktion, um eine erneuerte politische Kunst. Damals prägte Beuys den "erweiterten Kunstbegriff". Auch Rangel Faz suchte nach neuen Möglichkeiten der Produktion und Distribution. So beteiligte er sich an zwei einflussreichen Künstlergruppen: GRUPO SUMA (1976-1988) und Atte. La Dirección (1981-1986). Eine wichtige Rolle spielten für sie ephemere Projekte im öffentlichen Raum. SUMA machte vor allem durch "Guerilla Art" in den Straßen von Mexico City auf sich aufmerksam: Radikal wandte sich die Gruppe gegen eine Kunst, die sich vor allem als Statussymbol für Besserverdienende verstand. Ihre Arbeiten entstanden kollektiv auf Fassaden oder Bauzäunen. Wie die heutigen Street Artists verwendeten sie Schablonen und Fotokopien. Dabei thematisierten SUMA die politische und soziale Situation ihres Landes. Als Signatur diente ein Logo: ein Oval mit dem Kopf des mexikanischen Adlers und dem Schriftzug GRUPO SUMA.
Atte. La Dirección setzte diesen Weg fort, vor allem mit provokanten Performances und Aktionen, die sie auch in Museen und Galerien durchführten. Um mit den etablierten, künstlerischen Ausdrucksformen zu brechen experimentierten sie dabei mit Texten, Videos und Sounds, verwendeten vergängliche "Materialien" wie Feuer, Eis oder etwa Gras. Wie für Beuys spielte auch für Rangel Faz und seine Mitstreiter die gesellschaftliche Dimension der Kunst eine entscheidende Rolle. Beiden ging es um die Vereinigung von Kunst und Leben.
Beuys and Beyond - Teaching as Art
Deutsche Bank Collection in Dialogue with Contemporary Latin American Art
22.08. - 03.11.2010
Museo Universitario de Arte Contemporaneo, Mexico City, Mexico
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