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Att Poomtangon: Portikus unter Wasser

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Portikus unter Wasser
Deutsche Bank Stiftung fördert Projekt von Att Poomtangon


Bio-Diversität, Umwelt, Ernährung – der thailändische Künstler Att Poomtangon setzt sich in seinem Werk mit ebenso komplexen wie dringlichen Themen auseinander. Mit Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung hat er jetzt ein Projekt im Frankfurter Portikus realisiert.


Eine Kunsthalle als mystischer Wasserpark: Für sein Projekt On the Way to the Alps I see Sand (2009) hat Att Poomtangon den Portikus abgedunkelt und geflutet. Siebzig Zentimeter hoch steht das Wasser in dem Frankfurter Ausstellungshaus. Gummistiefel braucht man dennoch nicht – für die Besucher wurde ein Holzsteg installiert. Für Wagemutige stehen aber auch überdimensionale Plastikschüsseln oder Gummireifen bereit, mit denen sie durch die Ausstellung paddeln können. Vorbild für diese Gefährte sind die improvisierten Boote, mit denen thailändische Fischer aufs Meer hinaus fahren. Ein aufwendiges Projekt, das der Portikus auch Dank der Deutsche Bank Stiftung realisieren kann. Sie unterstützt das ambitionierte Programm des Hauses bereits seit zehn Jahren.

Mit seiner ortspezifischen Installation bezieht sich der 1973 in Bangkok geborene Künstler ganz unmittelbar auf den Portikus, der auf einer kleinen Insel im Main liegt. Der Fluss bildet dann auch den Ausgangspunkt für On the Way to the Alps I see Sand. Att Poomtangon thematisiert darin die ökologische Situation im Rhein-Main-Gebiet, den Rückgang der Vielfalt der dort lebenden Fischarten. Er stellt dem westlichen Verhältnis zur Umwelt dabei den ganz anderen Umgang mit natürlichen Ressourcen in seiner Heimat entgegen. On the Way to the Alps I see Sand ist zugleich ein typisches Beispiel für das komplexe Denken des Meisterschülers von Tobias Rehberger. Denn aus der Beschäftigung mit ganz realen Problemen entwickelt Att Poomtangon ein poetisches und zugleich konzeptionelles Formenarsenal.

Gerade ist er auch in Fare Mondi/Making Worlds vertreten, der diesjährigen Ausstellung der Venedig-Biennale. Auf dem Gelände des Arsenale ist Keep Something for a Rainy Day zu sehen – eine Struktur aus farbigen Röhren, in der sich die Idee einer sozialen Skulptur mit dem Einsatz umweltfreundlicher Technologien verbindet: Von der Hitze ausgedörrte Kunstfreunde können hier mit frisch aufbereitetem Wasser ihren Durst stillen.

Att Poomtangons ebenso spielerische wie gesellschaftskritische Installationen basieren auf umfangreichen Recherchen. Sie werden später Bestandteil der Ausstellung – so auch bei seinem Projekt für den Portikus. An den Wänden hat er dort Texte, Bilder und Statistiken angebracht, die die Besucher im Vorbeipaddeln studieren können. Den Ausstellungsraum hat er dabei abgedunkelt, nur fischförmige Leuchtobjekte sorgen für die nötige Helligkeit. Die fast mystische Atmosphäre der Schau verweist auf die Stimmung in thailändischen Tempeln. In Att Poomtangons Heimat wird großen Wert auf die Ehrung der Tierwelt gelegt. Fische werden nicht nur gejagt, sondern auch in den Tempelanlagen gehalten. Hier trifft man sich, um die Tiere zu füttern und zu beobachten.

On the Way to the Alps I see Sand ist Teil der Ausstellungsreihe MainWerk – einer Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, der Städelschule und dem Portikus. Einmal im Jahr soll ein speziell für das Ausstellungshaus geschaffenes Kunstwerk eines ehemaligen Studenten der Städelschule gezeigt werden, der seine künstlerische Karriere nach seinem Abschluss erfolgreich vorangetrieben hat. Durch die Ausstellung im Portikus soll der jeweilige Künstler – zumindest temporär – in die Stadt zurückgeholt und sein Werk dem Frankfurter Publikum präsentiert werden.

Att Poomtangon: On the Way to the Alps I see Sand
25.07. – 06.09.2009
Portikus, Frankfurt am Main




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