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Imi Knoebel im Deutsche Guggenheim

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"Farbexplosion Unter den Linden"
Pressestimmen zu Imi Knoebel im Deutsche Guggenheim


Parallel zu seiner Installationen "Zu Hilfe, zu Hilfe…" in der Berliner Neuen Nationalgalerie unternimmt das Deutsche Guggenheim mit "ICH NICHT/ENDUROS" eine aktuelle Bestandsaufnahme des Werks von Imi Knoebel. Die zweiteilige Ausstellung präsentiert zunächst neue Wand- und Raumarbeiten, dann folgen über 200 Papierarbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank. Die Presse feiert Knoebel als "mythische Ikone der westdeutschen Kunstgeschichte."


"In Berlin ist Knoebel-Sommer" erklärt Monopol und Vernissage TV stellt fest, dass die beiden Knoebel-Ausstellungen für Kunstliebhaber einen guten Anlass für eine Reise in die Deutsche Hauptstadt bieten. Der "Purist der Farbe"(Focus) hat die Nationalgalerie in einem "Akt von produktivem Vandalismus", so Niklas Maak in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, radikal verwandelt, indem er die Scheiben des Mies van der Rohe-Baus mit weißer Farbe bemalt hat. Dadurch habe Knoebel "die zwei großen Bewegungen der Nachkriegsmoderne amalgamiert, hat die industrielle, klinisch glatte Architektur (…) mit gestisch-informeller Malerei überzogen." Im Deutsche Guggenheim sei diese "Raumwerdung von Malerei" auf eine andere Weise zu erleben: "Die neueren Bilder der Serie Ich nicht geben eine lakonische Antwort auf Barnett Newmans Gemälde Who's afraid of Red, Yellow and Blue, das Knoebel hier auseinander nimmt und als Raum wieder aufgebaut: Das Gemälde wird verräumlicht, konkretisiert, begehbar." Auch Sebastian Preuss beschreibt in der Berliner Zeitung Knoebels Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte: "Er sprengt Newmans Werk in seine Bestandteile(…) und arbeitet sich am Mythos des amerikanischen Farbfeldmalers ab. Es ist kein Bildersturm, eher eine endlose Suche danach, was ein Kunstwerk ausmacht und aus was es eigentlich besteht." Für Michael Kohler von der art sind Knoebels "Gemälde immer auch Objekte: In seinen frühen Arbeiten setzt er geometrische Farbflächen auf im Raum schwebende Tafeln, später schiebt er bemalte Platten reliefartig übereinander (…). Sehr schön kommt diese Mischung aus Farbfeldmalerei und Bastelarbeit auch in der Ich Nicht-Serie zum Ausdruck."

Imi Knoebel schaffe "Farbräume, die nicht mehr erhaben sein wollen, sondern ganz pragmatisch Zeugnis abliefern, wie die drei Grundfarben nebeneinander wirken", so Marcus Woeller in der taz. Der Düsseldorfer Künstler – für Woeller eine der "mythischen Ikone der westdeutschen Kunstgeschichte" – "wird abstrakt, wo es kaum noch etwas zu abstrahieren gibt, und dehnt das Geometrische ins Gestische. In neuen Arbeiten wie Fishing Blue stellt Knoebel Beziehungen zwischen Farben und Formen in Serie her. Damit ist er längst in den Kanon der modernen Kunst eingegangen." Während sich Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung für Knoebels "überzeugende Auseinandersetzung mit der übermächtigen Architektur" der Nationalgalerie und die Serie Ich nicht begeistert, fällt sein Urteil über die Fishing-Serie kritischer aus. Sie erscheint ihm "unentschieden". "Flüchtig bemalte Aluminiumbalken, die großflächig auf grundierte Platten in den Farben Rosa, Blau, Rot und Gelb geschraubt sind, entsprechen nicht den Stärken von Knoebels Kunst, das Radikale wieder entschieden ins Vorläufige zu relativieren." Briegleb freut sich allerdings schon auf die Fortsetzung der Schau: "Ab Juli will die Deutsche Bank dann im zweiten, ENDUROS betitelten Teil eine echte Retrospektive (…) zeigen. Dann erst kann jener subtile Reichtum der Abstraktion sinnlich erfasst werden, für den Imi Knoebel seit 40 Jahren steht."

Barbara Wiegand von Deutschlandradio Kultur erscheint Knoebel als ein "Künstler, der sicher eine der sperrigeren Positionen der Kunstwelt bekleidet - und sicher eine der nachhaltigeren." Im Tagesspiegel bezeichnet ihn Nicola Kuhn als "einen Klassiker, der sich an Malewitsch, Mondrian und Mies van der Rohe orientiert." Doch die "Strenge seiner Ziehväter" habe Knoebel "nie ganz übernommen. Die Porträtserie Grace Kelly mit roten, gelben, blauen und rosafarbenen Balken ist die charmante Verbeugung eines abstrakten Malers vor der Schönheit einer Frau." Gabriela Walde betont in der Berliner Morgenpost den "spannungsreichen Gegensatz" zwischen den Präsentationen in der Neuen Nationalgalerie und dem Deutsche Guggenheim. "Nach dem Purismus am Kulturforum folgt Unter den Linden die Farbexplosion. Da der spröde, nichtfarbige, reduzierte, leise Imi; dort der bunte, furiose, monumentale Imi, dem keine Wand zu groß und keine Farbe satt genug scheint." Waldes Fazit: "Eine wirklich gelungene Kooperation zweier Institutionen: Besser könnte dieser Künstler, der sich immer wieder neu erfindet, sich hinterfragt, aber stets treu geblieben ist, gar nicht illustriert werden."




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