Schule der Kunst: Die Ausstellung Akademierundgang
2004 in der Deutschen Bank Düsseldorf
Anlässlich ihres
100-jährigen Bestehens zeigt die Deutsche Bank Düsseldorf Arbeiten von
Künstlern aus der Unternehmenssammlung, deren Werdegang eng mit der
Düsseldorfer Kunsthochschule verknüpft ist.

Tobias Hantmann, Ohne Titel, 2004, Sammlung Deutsche Bank
Bei seinem Besuch 1811 soll sie
Napoleon an ein „Klein-Paris“ erinnert haben: Die Düsseldorfer
Königsallee gehört zur kleinen Gruppe von international bekannten
Straßen, die sich zu Recht als Boulevards bezeichnen. Von ihren Freunden
in aller Welt liebevoll "Kö" genannt, steht sie immer wieder im
Mittelpunkt, wenn von Düsseldorf die Rede ist. Geprägt wird der Boulevard
durch den 580 Meter langen und 32 Meter breiten Stadtgraben. 5.000
Quadratmeter grüne Böschungen säumen das Wasser, wo inmitten der Stadt
Schwäne und Enten beschaulich ihre Runden ziehen. Wenn die Sonne
herauskommt, dann verwandelt sich die Königsallee mit ihren Geschäften und
Modehäusern in ein großes Straßencafé. Außerdem ist sie eine der besten
Geschäftsadressen Deutschlands.
Seit genau 100 Jahren ist die
Deutsche Bank im traditionellen Bankenviertel an der Westseite der
Prachtstrasse ansässig. Um das Jubiläum gemeinsam mit dem 200-jährigen
Bestehen der Königsallee zu feiern, ist dort nun mit
Akademierundgang 2004 eine Ausstellung zu sehen, die Düsseldorf auch
als Kunstmetropole würdigt. Von Joseph
Beuys über
Candida Höfer bis zu
Cornelius Völker, von
Bernd und Hilla Becher über
Katharina Sieverding bis zu
Johannes Hüppi – generationsübergreifend zeigt die Schau Arbeiten von
Künstlern aus der
Sammlung Deutsche Bank, deren Werdegang eng mit der
Düsseldorfer Kunsthochschule verknüpft ist. Humus der ungewöhnlich
dichten Kunst- und Künstlerlandschaft am Rhein ist eine traditionsreiche
und selbstbewusste Akademie, die im neunzehnten Jahrhundert die „
Düsseldorfer Malerschule“ geprägt und in den Jahrzehnten nach 1945
wie keine andere in Deutschland oder auch in Europa wegweisend gewirkt
hat.
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Zu berühmten Professoren wie Joseph Beuys oder
Gerhard Richter gesellen sich ihre prominenten Schüler:
Blinky Palermo, Jörg
Immendorff,
Imi Knoebel. Den jährlichen Kristallisationspunkt der Akademie-Aktivitäten
bildet der traditionelle winterliche
Rundgang durch die Klassen, ein Höhepunkt im akademischen Düsseldorfer
Kunstjahr, der von Tausenden Besuchern goutiert wird. In Anlehnung an das
Ereignis versucht die Ausstellung in der Deutschen Bank Düsseldorf diese
Tradition nachzuzeichnen und um neue Aspekte zu bereichern.

Andreas Gursky Seilbahn Dolomiten, 1987, Sammlung Deutsche Bank
Eine aktuelle Momentaufnahme liefern Arbeiten von Studenten, die - von ihren
Professoren vorgeschlagen - eigens anlässlich dieser Schau für die
Sammlung Deutsche Bank ausgewählt und angekauft wurden. Die
kontrastreichen Entwicklungen von Fotografie und Malerei, die
Akademierundgang 2004 nachzeichnet, schließen Arbeiten von Becher-Schülern
wie Thomas Ruff oder
Andreas Gursky ebenso mit ein, wie die unterschiedlichen Blätter von
Rosemarie Trockel,
Rupprecht Geiger, A.R.
Penck und Markus
Lüpertz oder auch ein Gemälde von Gerhard Richter mit ein. Gerade
auch durch die Arbeiten der jüngsten Teilnehmer wird deutlich, dass sich
die Akademie beharrlich gegen eine allzu willfährige Öffnung gegenüber den
Neuen Medien verweigert hat. Zugleich vermittelt der thematische Einblick
in die Sammlungsgeschichte der Deutschen Bank einen Eindruck, wie sich die
Sammlung mit ihren Künstlern dynamisch weiterentwickelt hat. Hierbei steht
auch der unmittelbare Kontakt zwischen dem Unternehmen und seinem
kulturellen Umfeld im Vordergrund. Nach der ersten Ausstellung von
Künstlern der Akademie 1988 zeugt auch die Schau Akademierundgang
2004 von der etablierten Verbindung zwischen der Bank und der
einheimischen Künstler- und Galerienszene. Die Ausstellung
Akademierundgang 2004 ist vom 31.07.- 27.08.2004 in der Deutschen Bank
Düsseldorf, Königsallee 47, zu sehen.
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